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Marianela Diaz Meyer, Udo Beckmann9. April 2019

Pressekonferenz: Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und das Schreibmotorik Institut präsentieren die Ergebnisse der Studie STEP 2019

Nach wie vor gibt es ein deutliches Problem mit der Handschrift. Jeder zweite Junge und jedes dritte Mädchen haben Schwierigkeiten beim Schreiben. Am 9. April fand in Berlin eine Pressekonferenz zur Studie über die Entwicklung, Probleme und Interventionen zum Thema Handschreiben – STEP 2019 statt. Dr. Marianela Diaz Meyer und der VBE Bundesvorsitzende Udo Beckmann gaben die Ergebnisse der bundesweiten Umfrage unter Lehrkräften an Grund- und weiterführenden Schulen bekannt.

Von September 2018 bis Januar 2019 hat das Schreibmotorik Institut in Kooperation mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) über einen Online-Fragebogen die Meinungen von mehr als 2000 Lehrkräften allgemeinbildender Schulen zum Handschrifterwerb erfasst. Sie wurden nach ihren Einschätzungen bezüglich der Probleme mit dem Handschreiben, den dafür maßgeblichen Ursachen und möglichen Handlungsmöglichkeiten befragt. Außerdem befasste sich ein Teilaspekt der Studie mit der Frage, ob und wie das Handschreiben in Zeiten der Digitalisierung stattfinden kann.

Die in Berlin vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte auch 2019 deutliche Probleme und eine Verschlechterung der Handschrift und der dafür notwendigen Kompetenzen in den letzten Jahren sehen. Lediglich vier Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind mit der Handschrift der Schülerinnen und Schüler zufrieden. Jeder zweite Junge und jedes dritte Mädchen haben Probleme mit dem Handschreiben.

Die Ursachen sehen die Lehrkräfte in einer Verschlechterung der Fein- und Schreibmotorik, fehlenden Festlegungen im Lehrplan, Zeitmangel zum Üben und fehlende Routine. Empfohlen wird eine verstärkte individuelle Förderung, mehr Übung und das Fördern von feinmotorischen Freizeitaktivitäten.

Die Hälfte der Lehrkräfte hat zumindest grundlegende Erfahrung im Umgang mit digitalen Endgeräten für das Erlernen des Handschreibens. Trotzdem gilt: Auch im digitalen Zeitalter ist Handschreiben sinnvoll und notwendig. Stift und Papier bleiben die präferierten Schreibmedien. Smartphones halten drei Viertel der Lehrkräfte an Grundschulen und über die Hälfte der Lehrkräfte an Sekundarschulen für kaum bis sehr schlecht für den Unterricht geeignet. Die Hälfte der Lehrkräfte befürwortet: Handschreiben lässt sich in digitale Medien integrieren.

Pressemitteilung: Mehr Zeit für Handschreiben! (PDF)

Detaillierte Umfrageergebnisse STEP 2019 (PDF)

 

Rede von Dr. Marianela Diaz Meyer Rede von Udo Beckmann
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