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Mädchen mit Stift19. August 2016

Schreibmotoriktraining statt Abmalen: Empfehlung von Dr. Christian Marquardt im Gespräch mit der Austria Presse Agentur

Das Schreibenlernen gleicht bei vielen Schulanfängern einem krampfhaften „Abmalen“ von formgetreuen Buchstaben. Viel wichtiger ist jedoch, von Beginn an auf die Motorik zu achten. Der Großteil der Schreibprobleme von Schulkindern haben mit ungenügend entwickelten schreibmotorischen Fertigkeiten zu tun.

 

Mädchen mit Stift„Aber wir sollten nicht lamentieren, sondern aktiv eingreifen und die Feinmotorik durch entsprechende Übungen fördern", so Dr. Christian Marquardt. Damit Kinder flüssig schreiben können, sollten ihre Finger und Handgelenke beweglich sein. Dies können sie mit einfachen Übungen trainieren. Dr. Marquardt fordert eine Umorientierung weg von Formen und hin zu mehr Motorik im Schreibuntericht. Indem die Kinder die Finger- und Handgelenksbewegungen mit Geraden und Rundungen üben, würden Sie unabhängig von Buchstaben die Schreibmotorik lernen, die man zum flüssigen Schreiben braucht.

Aktuelle Diskussionen über eine Abschaffung der Schreibschrift oder die Einführung einer Grundschrift, bei der Kinder aus Druckbuchstaben heraus direkt eine individuelle Schrift entwickeln sollen, kommentiert Dr. Christian Marquardt folgendermaßen: „Wichtig ist, wie ich Kindern erkläre, was eine schreibbare Schrift ist. Die Ausgangsschrift ist dann vielleicht gar nicht so entscheidend." Den gänzlichen Verzicht auf eine flüssige Handschrift findet Dr. Christian Marquardt dagegen sehr bedenklich.

 

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science.ORF.at: „Motoriktraining statt Abmalen"

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