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Tiroler Tageszeitung31. August 2016

„Mehr Bewegung für die Handschrift“ – Dr. Christian Marquardt im Interview mit der Tiroler Tageszeitung

Im Gespräch mit Phillipp Schwartze berichtet Dr. Christian Marquardt von Problemen mit der Handschrift, woran das liegt und wie man am besten damit umgeht. Einige Zitate aus dem Interview:

 

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„Bei vielen Kindern ist die Handkoordination zur Einschulung noch nicht ausgereift. Es schadet daher sicher nicht, wenn Kinder im Bereich der Koordination gut sind. Die Hand sollte aber speziell trainiert werden.“

„Es lässt sich vieles in spielerischer Weise trainieren. Wir empfehlen, möglichst viele Spiele im Vorschulalter für die Handgeschicklichkeit zu spielen. So etwa Bauklötze, die bereits relativ komplizerte Bewegungen erfordern, aber auch Häkeln oder das Zusammenkleben kleiner Modelle.“

„Der Übergang von der in der Schule gelehrten Ausgangsschrift zur individualisierten Schrift liegt bei 10 Jahren – beim Übergang zur weiterführenden Schule. Ab diesem Zeitpunkt muss vermehrt geschrieben werden. Wer bis dahin keine Schrift entwickelt hat, bekommt Probleme. Das Schreiben wird dann als Fertigkeit gefordert. Man kann zwar auch später noch an der Schrift arbeiten, das muss dann aber im Sonderunterricht außerhalb der regulären Schulstunden stattfinden. Schüler mit Schwierigkeiten bei der Schrift haben dann weitreichende Probleme, etwa beim Mithalten und auch durch fehlende Motivation.“

„Die Stifthaltung spielt eine Rolle – viele Kinder halten den Stift zu fest und zu verkrampft. Das ist ein Zeichen für Überforderung. Man kann dann den Bewegungsrhythmus verändern und die Schrift vereinfachen.“

 

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Tiroler Tageszeitung Online: „Mehr Bewegung für die Handschrift“

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