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© Didacta17. FEBRUAR 2016

Pressekonferenz auf der Didacta: Das Schreibmotorik Institut und der Bundeselternrat präsentieren eine bundesweite Elternumfrage – Aktion „Handschreiben 2020“ gestartet

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Schreibmotorik Instituts in Kooperation mit dem Bundeselternrat macht deutlich, dass auch im digitalen Zeitalter die Handschrift ein wichtiges Bildungsthema bleibt – zu viele Kinder haben hier Probleme. Der Didacta Verband und das Schreibmotorik Institut haben nun die „Aktion Handschreiben 2020“ ins Leben gerufen, die eine verbesserte Förderung der Schreibmotorik etablieren möchte.


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Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der bundesweiten Lehrerumfrage des Schreibmotorik Instituts und des Deutschen Lehrerverbandes liegt nun die qualitative Auswertung einer bundesweiten Befragung von Müttern zur Wichtigkeit der Handschrift vor.

Das Schreibmotorik Institut und der Bundeselternrat präsentierten auf einer Pressekonferenz bei der Bildungsmesse Didacta 2016 die Umfrageergebnisse mit Problembeschreibung, Ursachen, Zusammenhänge, Unterschiede und Handlungsmöglichkeiten (ausführliches Dokument zum Download weiter unten): 96 Prozent halten Handschreiben für wichtig, über 23 Prozent geben jedoch an, dass ihre Kinder Probleme haben länger als 30 Minuten zu schreiben. Das wären hochgerechnet auf Deutschland 1,2 Millionen Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, die nicht ausdauernd leserlich und ohne Verkrampfungen schreiben können.

Der Didacta Verband und das Schreibmotorik Institut haben aufgrund dieser Probleme die „Aktion Handschreiben 2020“ ins Leben gerufen, die eine verbesserte Förderung der Schreibmotorik in den Kitas und Grundschulen etablieren möchte. Gründungsmitglieder des Bündnisses, das auch im Rahmen der Didacta-Pressekonferenz vorgestellt wurde, sind der Didacta Verband sowie das Schreibmotorik Institut. Der Vorstand des Bundeselternrats unterstützt das Bündnis.

Pressekonferenz des Schreibmotorik Instituts auf der Didacta 2016

INDIVIDUELLE FÖRDERUNG DER HANDSCHRIFT

Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta Verbandes, erklärte: „Kinder haben große Freude daran, sich zu bewegen. Bewegung ist für sie wie Sprechen, Singen und Tanzen elementares Ausdrucksmittel. Auch Schreiben beruht auf Bewegung, und gerade Handschreiben fördert die motorische Entwicklung des Kindes und ist damit für seine Gesamtentwicklung von unerlässlicher Bedeutung.“

Michael Töpler, Vorsitzender des Bundeselternrats, sagte auf der Pressekonferenz: „Die Umfrage zeigt eindrucksvoll, dass das Schreiben mit der Hand für Eltern, hier vertreten durch die Mütter, weiter eine große Bedeutung hat. Die bestehenden Probleme der Kinder sollten genau analysiert und entsprechende Strategien zur individuellen Förderung umgesetzt werden.“

Dr. Christian Marquardt, Wissenschaftlicher Beirat des Schreibmotorik Instituts, meinte: „Das Ausmaß an Problemen beim Schreibenlernen ist besorgniserregend. Allerdings macht die positive Einstellung der Eltern und der Kinder zum Handschreiben Mut. Viele Eltern wünschen sich mehr Informationen wie sie ihre Kinder beim Erwerb der Handschrift unterstützen können. Hier wird das Schreibmotorik Institut mit Informations- und Übungsmaterialien intensiver tätig werden.“

PROBLEMEN MIT DER HANDSCHRIFT ENTGEGENWIRKEN: „AKTION HANDSCHREIBEN 2020“

Bewiesen ist: Immer mehr Kinder haben Schwierigkeiten, im Verlauf des Schriftspracherwerbs in der Grundschule eine „gut lesbare, flüssige Handschrift“ zu entwickeln. Nach Schätzung von Lehrkräften sind sogar rund die Hälfte der Jungen und ein Drittel der Mädchen von diesen Problemen betroffen.

Aus diesen Gründen ergreift die „Aktion Handschreiben 2020“ jetzt die Initiative, damit die Voraussetzungen und Möglichkeiten zum Erlernen des Handschreibens sowohl in den Bildungseinrichtungen Kita und Schule wie auch in den Familien zu Hause verbessert werden.

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