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Im Dialog

Interessante Gespräche mit Wissenschaftlern und Praktikern aus verschiedenen Disziplinen

Waltraud FürholzerWaltraud Fürholzer im Dialog mit dem Schreibmotorik Institut Februar 2017

„Die Finger müssen sich leicht bewegen können“ – Erlernen einer günstigen Stifthaltung

Kinder bringen oft ganz unterschiedliche Stifthaltungen in die 1. Klasse mit. Dabei ist es zu diesen Zeitpunkt schon fast zu spät, um auf eine günstige Stifthaltung zu achten. Neben anderen Faktoren bildet diese die Basis für eine gute Schreibmotorik, da wir beim Schreiben Finger, Handgelenk und Arm koordinieren. Zu viel Griffkraft kann sich beispielsweise auf alle weiteren Bewegungen auswirken. Und schlechte Angewohnheiten sind schwer loszuwerden. Ein Interview mit Ergo- und Schreibtherapeutin Waltraud Fürholzer über eine günstige Stifthaltung, bewegliche Finger und Freude am Experimentieren.

Angela WebbDr. Angela Webb im Gespräch mit dem Schreibmotorik Institut Februar 2017

 „Handschreiben ist eine Fähigkeit, die richtig gelehrt werden muss“ – Schreibmotorik findet Berücksichtigung in Lehrplanänderungen

Seit 2014 unterstreichen sowohl der bayerische LehrplanPLUS als auch der nationale Lehrplan im Vereinigten Königreich die Bedeutung eines guten Schreibunterrichts für die Entwicklung einer leserlichen und effizienten Handschrift. Dr. Angela Webb, Vorsitzende der National Handwriting Association, berichtet über die Hauptprobleme und Erfahrungen im Vereinigten Königreich. Die Situation dort unterscheidet sich deutlich von der in Deutschland. Bislang fand Schreibunterricht vorwiegend im Vorschulbereich statt, wenn die Kinder also gerade einmal vier Jahre alt sind. Nach dem Erlernen des Alphabets gab es keinen weiteren Schreibunterricht im eigentlichen Sinn mehr.

trainer schweitzer teaserHenk Schweitzer im Gespräch mit dem Schreibmotorik Institut Februar 2017

Schreibunterricht: Handschreiben und digitale Welt – auf die richtige Mischung kommt es an

 In den Niederlanden ist die Digitalisierung in den Schulen relativ weit fortgeschritten. Die meisten Schulen haben Tablets als Ergänzung zum bislang üblichen Schreibunterricht eingeführt. Der zunehmende Einsatz von Computern für das Lesen und Schreiben im Alltag, sogar bei Kindern, lässt sicherlich Zweifel an der Bedeutung des Handschreibens aufkommen. In einer Reihe von Untersuchungen hat sich jedoch gezeigt, welche Vorteile das Handschreiben gegenüber dem Tippen besitzt, wenn es um den Erwerb der Lesefähigkeit geht. Henk Schweitzer, Leiter einer Schule mit 200 Schülern in den Niederlanden, verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von Motorik und Schreibkompetenz bei Kindern und berichtet von seinen Erfahrungen mit Tablets im Klassenzimmer.

Prof. Julia KnopfProf. Julia Knopf im Dialog mit dem Schreibmotorik Institut Februar 2017

„Freude am Schreiben“ – Didaktische Ansätze für das Schreibenlernen in der Lehrerausbildung

Eine Hauptaufgabe von Deutschlehrkräften in der Grundschule ist es, Kindern das Schreiben und Lesen beizubringen. Laut aktuellen Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz für die Primarstufe sollen Kinder bis zum Ende der vierten Klasse eine lesbare und flüssige Handschrift entwickeln. Umfragen unter Lehrkräften machen aber deutlich, dass sich viele Lehrkräfte mehr didaktisches Grundlagenwissen und praktische Vorbereitung wünschen, insbesondere wenn es zu Problemen beim Schrifterwerb oder Schwierigkeiten bei der Weiterentwicklung der Handschrift kommt. Ein Interview mit Prof. Julia Knopf, Leiterin des Lehrstuhls für Fachdidaktik Deutsch an der Universität des Saarlandes, über Ziele des Schreiblernunterrichts und die Vorbereitung von Studierenden auf die Unterrichtspraxis.

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